Frohe Ostern, Ihr Zuckerschnuten!

Verfuehrer - Das Beste aus Berlin - Fruehling in Berlin mit Hund

Was für ein Wetterchen heute in Berlin. Wie bestellt, oder? Alle Welt tummelt sich draußen und genießt die ersten warmen Sonnenstrahlen. Schnappt auch Ihr Euch Eure Liebsten und ab in den Mauerpark, an die Spree oder ins nächste Café. Einfach nur sitzen und die Leute ansehen, die da an einem vorbei flanieren. Ist es nicht herrlich?

 

Wer wissen will, was er heute (oder morgen) umsonst und (meistens auch) draußen noch so unternehmen kann, dem empfehle ich mal HIER zu klicken. Jep, ich hab dieses mal nicht selbst recherchiert. Denn ich hab’ heute freiii, jipieh!

Also schnappe auch ich mir jetzt alle, die hier noch träge die Füße hoch gelegt haben und dann heißt es: Osterluft und Frühling schnuppern! Und wer (ja ja, ich Literaturfreak muss wieder mal ein Gedicht raushauen!) also wer hat diese Gefühle besser auf den Punkt gebracht, als der wortgewaltige Johann Wolfgang von Goethe. Als ob er den heutigen Ostersonntag in Berlin vor Augen gehabt hätte. Aber warum sollte sich der aufkommende Frühling vor gut 200 Jahren auch anders in Bauch und Herz angefühlt haben als heute? :) Genießt ihn!

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Johann Wolfgang von Goethe, aus Faust I

Bleibt verführerisch,

Stephanie

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