#MBFW2017: holyGhost wird MYKKE HOFMANN #SpringSummer2018

Das Label holyGhost erlebte diese Saison eine ganz besondere Fashion Week. Die Designerinnen Jelena Hofmann und Sedina Halilovic bereiteten den versammelten Gästen vor ihrer Schau eine Überraschung. Zum ersten Mal traten die beiden Gründerinnen unter ihrem neu gewählten Labelnamen auf: MYKKE HOFMANN.

MYKKE HOFMANN setzt sich aus Sedinas Spitznamen und Jelenas Nachnamen zusammen. Der Namenswechsel ist das Ergebnis eines jahrelangen Markenrechtsstreites, der zuletzt für die beiden Designerinnen ungünstig stand. Diese machten kurzerhand aus der Not eine Tugend, wählten einen neuen, erwachseneren Unternehmensnamen und nutzten die Veränderung, um ihr Label neu aufzustellen. In einem Video, das die Show eröffnete, sprachen Hofmann und Halilovic sehr emotional über diesen einschneidenden Schritt.

Für die kommende Sommersaison blieben die Designerinnen ihren schlichten, klaren Linien treu; entwarfen jedoch Modelle, die weiblicher und eleganter sind als das, was wir von holyGhost gewohnt waren. Das ist für mich eine sehr positive Entwicklung und ich bin gespannt, wohin sie MYKKE HOFMANN in Zukunft führen wird.

Das Label: MYKKE HOFMANN, ehemals holyGhost

Based in: München

Showtermin: Mittwoch, 05. Juli 2017, 19 Uhr in der Heeresbäckerei.

Kaum begann die Show, war ich auch schon verliebt: Und zwar in ein wunderbares, tailliertes Chiffonkleid in leuchtendem Fuchsia.

Prompt folgte ein noch größerer Hingucker, nämlich ein Kleidermodell in derselben Farbe, jedoch mit asymmetrischem Schnitt: Auf der einen Seite ein Spaghettiträger, auf der anderen ein Blusenärmel, außerdem ein abgeschrägter Rock mit Schößchen.

Schößchen tauchten in der weiteren Kollektion immer wieder auf, ob als Verlängerung eines Oberteils oder als Aufsatz eines Overalls. Jumpsuits spielten schon bei holyGhost eine tragende Rolle. Und so zeigte auch MYKKE HOFMANN in dieser Kollektion ihre charakteristischen Overalls, dieses Mal in fließendem Weiß und Tannengrün und mit ebenfalls asymmetrischem Schnitt.

Den Designerinnen gelangen hier einige sehr raffinierte Modelle. Ihr Anspruch an die gesamte Kollektion war es, viel Raum für individuelle Variationen zu schaffen und daher wurden viele Binde- und Schließmöglichkeiten an die Kleidung angebracht.

Kombiniert wurden weite androgyne Röcke und blusenartige Oberteile. Wiederkehrendes Motiv waren Röcke und Kleider, die vorne kurz und hinten länger fielen. Eine originelle Einheit bildeten unifarbene Hosen, Blusen und knielange Westen aus Chiffon, die zusammen getragen wie ein Hosenkleid wirkten.
Ein wunderschöner Kimono in vielfarbigen Streifen rundete die Kollektion ab.

Im Zentrum standen Streifenprints, die sich in Rosa, Babyblau und Tannengrün in der Kollektion wiederfanden. Als weiterer Farbhingucker fungierte neben dem bereits erwähnten Fuchsia ein strahlendes Orange. Inspiriert wurde MYKKE HOFMANN von den Farbtönen Südamerikas sowie von den Architekten Ricardo Bofill, Luis Barragán und Ricardo Legorreta.

See you at the CIRCUS of FASHION,

Ulrike

 

Text: Ulrike Stockmann, Fotos: Antonia Weber

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