People of Berlin! Support it, celebrate it. And you won’t regret it.

Bei komplexen Angelegenheiten macht es Sinn, sich Rat bei Kumpels zu holen. Dabei gelten jene Freunde mit Erfahrung als besonders hilfreich. Zum Beispiel bei der Angelegenheit “Olympische Spiele in Berlin”. In London fanden die Olympischen Sommerspiele in den letzten 107 Jahren ganze drei Mal statt. Keine Frage, die Londoner sollten wissen, wovon sie reden. Das Berliner Tourismus-Portal visitBerlin hat ein paar Stimmen in der britischen Metropole eingefangen und einen kurzen Film daraus gemacht. Und wer diesen Artikel weiter liest, bekommt noch mehr Pro-Olympia-Argumente an die Hand. Denn die liegen, finde ich, nachdem man sich informiert hat, auf selbiger.

Die Once-In-Your-Lifetime-Angelegenheit

Ich nehme das egoistischste aller Argument mal vorweg. Und denken nicht alle so – insgeheim? Olympische Spiele und Paralympics sind eine Once-In-Your-Lifetime-Angelegenheit. Ein einmaliges Erlebnis. Außer natürlich, wenn man hauptberuflich Hammer-Werfer ist, oder sonst ein Profisportler, oder wenn man massig Geld hat, im Turnus einer Olympiade den Spielen hinterher zu reisen. Ich wage zu sagen, dass es sich dabei um Minderheiten handelt. Und darum könnte das Jahr 2024 oder 2028, denn beide Jahre stehen zur Debatte, für Berlin und ganz Deutschland ein euphorisches Jahr werden. Wenn man von Berlin aus aufruft: Sportler der Welt, kommt in diese Stadt! Und Milliarden Menschen würden sich an diesem unvergesslichen, inspirierenden Event erfreuen. Und Milliarden Menschen würden denken: “Wow, Berlin ist ja ganz anders, als ich dachte. Viel weltoffener, vielfältiger, toller. Tausend Mal besser, als mein Opa mir das immer erzählt hat. Da fahre ich demnächst mal hin.”

Was bekommen wir und was müssen wir dafür leisten?

Wir bekommen als Ausrichter der Olympischen Spiele eine Geldspritze vom IOC in Höhe von ca. 1 Milliarde Dollar. Dazu ordentlich Geld von einer illustren Riege an Sponsoren, vom Bund und nicht zu vergessen vom Land. Also von uns, den Steuerzahlern. Denn auch wir müssen unseren Teil dafür leisten, weil wir ja ebenfalls Profiteure sind. Genau so wie unsere Wirtschaft, die Dienstleister, der öffentliche Raum, die Infrastruktur etcpp. Olympische Spiele kosten Geld. Und das ist gut so. Denn das Geld wird investiert. Nicht sinnlos verfeiert. Investitionen machen Sinn. Laut unserem Regierenden Bürgermeister Michael Müller werden in den nächsten 10 Jahren ohnehin 550.000.000 EUR in den Ausbau von Sportstätten gesteckt. Da nimmt man als Stadt zu seinen eigenen Ausgaben eine anteilige Geldspritze von Außen dankbar entgegen.

Jetzt geben einige laut tönende Stimmen zu bedenken: “Ist aber kein Geld im Stadtsäckel mehr da-haaa! Zumindest dafür nicht!” Stimmt. Stimmt aber nur dann, wenn man ganz kurzfristig denkt. Von 12 bis Mittag. Und nicht langfristig. Zweifler dürfen hier gern schon zu Punkt: Was bleibt? springen. By the Way: Gegen ein Projekt zu reden und sich den Aufgaben nicht zu stellen, ist einfach. Argumente für eine Sache zu finden, ist – wenn es sich um eine gute Sache handelt – auch einfach. Aber die Sache dann auch durchzuziehen, vor allem gegen die hartnäckigen Haar-in-der-Suppe-Finder und Bedenkenträger, bedarf viel Kraft und Ausdauer. Berlin ist aller Voraussicht nach auch in 10 Jahren noch arm. Aber es muss auch sexy bleiben.

Womit wir zum nächsten Punkt kommen:

Was machen Olympische Spiele mit Berlins Image?

Olympischen Spielen und Paralympics liegt ein besonderer Zauber inne. Man nennt das gemeinhin Olympischer Geist. Der Sport und der friedliche Wettkampf zwischen den Ländern, und das, was er symbolisch transportiert, könnte vielen Menschen wirklich gefallen. Dezent ausgedrückt. Und er könnte abschließend mit Vorurteilen aufräumen. Solchen, die erschreckender Weise zum Teil immer noch in den Köpfen mancher weniger gut informierter Menschen stecken. Die ideologisch aus der Richtung wehen, die vor rund 80 Jahren ein Mann mit schlechter Frisur, hässlichem Bärtchen und Verbrecherseele gemeinsam mit seinen Schergen zu verantworten hat. Die Spiele wären eine Chance, auch denjenigen, zu denen die Botschaft (selbst nach dem fussballerischen Sommermärchen 2006) immer noch nicht vorgedrungen ist, zu zeigen: Diese gestrige Aura, die durch die propagandistische Olympiade von 1936 noch in manch uninformiertem Kopf haftet, hat absolut nichts mehr mit der Gegenwart zu tun. Eine bessere, weitreichendere Werbekampagne für Berlin als internationale, offene, aufstrebende, lebenswerte, liebenswerte Stadt gibt es nicht. Punkt.

Was bleibt?

Barrierefreiheit: Speziell die Paralympics stärken die aktive Arbeit an einer barrierefreien Stadt. Und Aufzüge an  U-Bahnhöfen, abgesenkte Bordsteine, leichte Einstiege in Busse, Trams etc. gefallen nicht nur Rolli-Fahrern, sondern auch älteren Menschen und Mamis mit Kinderwagen. Sporteinrichtungen: Davon gibt es in Berlin schon viele. Sogar ein Olympia Stadion. Durch die Spiele würden sie saniert und instand gesetzt. Gut für alle, die nach den Spielen weiter sporten wollen. Vom Schul-, Breiten- bis zum Profisport. Und zwar für die nächsten 30 Jahre. Was bleibt also? Ein schöneres, noch lebenswerteres Berlin. Verbesserte Infrastruktur, neue Wohnungen, erneuerte Straßen, moderne Sportstätten, Barrierefreiheit. Und unvergessliche Erinnerungen.

Hier könnt Ihr JA sagen zu den Olympischen Spielen und den Paralympics in Berlin:

www.wirwollendiespiele.de

www.facebook.com/wirwollendiespiele

©Video & Foto (Filmausschnitt): visitBerlin für Olympia – Wir wollen die Spiele

 

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