Colette by Tim Raue frisch eröffnet! #TimRaue #Brasserie #savoirvivre

Haarscharf vorm KaDeWe rechts abbiegen und dann nach 100 Metern auf der rechten Seite. Falls Ihr aus Richtung Gedächtniskirche kommt. Ganz leicht zu erkennen an den dunklen Markisen und dem C im Fenster! So easy findet Ihr das neue Restaurant von Tim Raue namens Colette. Es ist eine Brasserie mit französischer Küche, die der Inhaber des mit zwei Sternen dekorierten Restaurants „Tim Raue“ (Rudi-Dutschke-Str. 26 in Kreuzberg) dort in der Passauer Straße in Charlottenburg konzeptioniert hat.

Ungewöhnlich ist sicher die Lage des Colette. Nämlich im Tertianum. Einem Altersruhesitz für gut Betuchte.

Das hier ist kein Altersheim-Restaurant.

Tim Raue

Wie Ihr ja hören konntet, wenn Ihr Euch das Video vom Eröffnungsabend schon angeschaut habt, redet Tim frei von der Leber weg. Er legt Wert darauf, dass das Colette kein Altersheim-Restaurant ist. Ziel ist es, für die Bewohner der exklusiven Residenz, aber auch für Gäste von außerhalb einen Ort zu bieten, der Jung und Alt anspricht, traditionelle Elemente mitbringt und kulinarisch leicht zu verstehen ist.

Im Münchener Glockenbachviertel läuft das Konzept bereits seit Dezember vergangenen Jahres. Am 15. April 2016 folgte nun in Berlin die Eröffnung der „Brasserie Colette Tim Raue Berlin“. Als kulinarischer Berater der Tertianum Premium Residences steht Tim hier zwar nicht selbst am Herd, aber er zeichnet fürs kulinarische Konzept verantwortlich.

Es geht vor allen Dingen darum, sich wohl zu fühlen, reichlich zu saufen, und dazu einfach gut zu essen.

Tim Raue

Und wirklich: Tim hat sich nicht lumpen und seinen Worten Taten folgen lassen. Zur Eröffnung floss der Champagner in Strömen und die fleißigen Servicekräfte trugen ohne Pause die köstlichen Speisen aus der Küche an die (Steh-)Tische der Gäste.

Das durften wir probieren:

Austern naturelle oder mit Petersilien-Apfel-Ingwer-Vinaigrette
(mmhh!)

***

Salat Nizza mit Sashimi-­Thunfisch, Sardellen-­Mayonnaise, Kartoffelchips, Sariette (das ist Bohnenkraut),  Paprika, grünen Bohnen und Friséesalat (am Eröffnungstag waren es Römersalatherzen) (nomnomnom!)

***

Kalbskopf-Ravigote (also Fleisch in einer kalten, säuerlichen Kräuter-Sauce)
(Das habe ich nicht probiert. Kälber essen? Ohne mich, no way.)

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Dorade auf Paprika-Ratatouille
(oui, sehr französisch!)

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Boeuf Bourguingnon (in Burgunder und Gemüse gesottenes Rindfleisch auf Kartoffelpüree)
(oui oui, noch französischer!)

***

Crêpe Colette
(der Kracher!)

Der Crêpe „Madame Colette“ war der absolute Kracher! Stellt Euch bitte einen Crepe vor, gefüllt mit Banane, Rum, Tahiti-Vanille und Minze, dazu eine Kugel selbst gemachtes Vanilleeis oder Caramel-Beurre-Salé-Eis, und das alles mit einer salzigen Karamell-Butter-Sauce überzogen. OMG! Der Name des Crêpe Colette, und so heißt die Brasserie ja ebenfalls, ist übrigens eine Hommage an die gleichnamige Madame, die vor knapp 30 Jahren einen kleinen Crêpe-­Wagen am  Strand von Biscarrosse süd-westlich von Bordeaux bewirtschaftete. Und genau dort aß der kleine Tim als Kind DEN perfekten Crêpe mit Banane, gesalzener Butter und Vanille-­Eis. Eine bleibende Erinnerung, die wir heute im Colette nachschmecken dürfen. Ultra lecker. Highly recommended!

Weil es so rappelvoll war, hatten die Organisatoren zur Eröffnung die sonst üblichen Tische und Stühle entfernt und das war gut so, denn es war ganz schön kuschelig eng in den dunkel getäfelten Räumen. Aber gemütlich! Wie es mit den Tischen aussieht, kann ich also nur von den Fotos her vermuten.

Das Interieur wurde von den Berliner Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek entworfen. Klassische Brasserie-­Elemente wie durchlaufende  Sitzbänke,  Mosaikböden, Vintage-Brasseriestühle, antike Spiegel und Marmortische, moderne Materialien wie dunkelgrau gestrichene Wände und Parkett aus Räuchereiche. Besonderer Blickfang im Berliner Colette Tim  Raue ist die historische Wandverkleidung aus Apotheker-­Schränken, die  gegenüber der  Bar eingebaut wurde.  Aber  auch  die  ehemaligen  Bänke eines französischen  Zugs,  an denen Gäste Platz nehmen können, vermitteln französischen Charme.

Für die operative Umsetzung des Colette-Konzeptes an den drei Tertianum Standorten zeichnet Steve Karlsch als Kulinarischer Direktor verantwortlich.  Der gelernte Koch heuerte erstmals 2004 bei Tim Raue an und begleitete diesen bis Mitte 2012.

Colette Tim Raue Berlin

WO?
Passauer Straße 5, 10789 Berlin-Charlottenburg

WANN?
Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 15:30 Uhr sowie von 18 bis 23 Uhr.

RESERVIERUNGEN?
per Email: office@brasseriecoletteberlin.de, telefonisch: 030/21992174
oder online unter www.brasseriecolette.de

 

Foto: Nils Hasenau 

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